| Steve Jobs unter der Gürtellinie |
| Geschrieben von Boris Jebsen | |||||||||||||||||
| Tuesday, 20. April 2010 | |||||||||||||||||
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Steve Jobs sieht sich offenbar als globaler Moralhüter "im Auftrag des Herrn" unterwegs. Anders sind die jüngsten Äusserungen des Apple-Chefs über das zum iPhone (erfolgreich) konkurrierende, mobile Betriebssystem Android kaum zu erklären. In einer Mailantwort auf die Beschwerde eines Apple-Kunden über die restriktive Zensur im Apple App-Store meinte Jobs u.a.: "Wer Pornos will, kann sich ja ein Android Smartphone kaufen." Quelle: TechCrunch.com War dieser Kreuzzug in göttlicher Mission bei den Blues Brothers noch urkomisch anzusehen, so wirkt er bei Steve Jobs in zunehmendem Maße lächerlich. Offenbar meint der Herr, das an Apples Wesen die Welt genesen soll und die Moralvorstellungen von Utah auch für den Rest der Welt gelten. Dahinter dürfte ausserdem die Erkenntnis stehen, das Android Geräte zu einer echten Alternative zum iPhone reifen und damit zu einer Bedrohung für Apple´s Geschäftsmodell (milking the cash cow) werden. Und das Developer nun erstmals öffentlich "aufmucken" und man sie nicht mehr wie drittklassige Bittsteller ohne jegliche Rechte behandeln kann, muss den Herrn aus Cupertino zusätzlich nerven. Ich bin gespannt, wann der erste App-Entwickler aus der EU nach einer Ablehnung seiner Software Klage gegen Apple einreicht. Bisher trauen sich leider die meisten mangels Alternativen nicht, es sich mit dem "Guru" zu verderben, dabei bietet geltendes EU-Recht durchaus Optionen, gegen dieses Geschäftsgebahren vorzugehen.
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