Auf der Cebit in Hannover hat der taiwanesische Hardware-Hersteller ASUS offiziell bekannt gegeben, das man bereits intensiv an einer neuen Netbook-Modellreihe arbeite, die als Betriebssystem Android verwenden wird. Asus-Europachef Eric Chen gab gegenüber dpa weiter bekannt, das derzeit auf Eee-PC die Einsatzmöglichkeiten von Android getestet werden und in ein bis zwei Monaten mit Ergebnissen zu rechnen sei. ASUS hatte 2007 mit dem ersten Eee-PC praktisch erst den Markt für kleine, leichte Netbooks begründet. Der gigantische Erfolg am Markt brachte rasch auch Konkurrenten dazu, eigene Modelle dieser abgespeckten Notebooks zu entwickeln.
Anfang des Jahres machte bereits ein erstes Video von Mitarbeitern der Firma Venturebeat Furore, die erstmals Android auf einen Eee-PC portiert hatten.
Die Auswirkungen einer Portierung von Android auf Netbooks durch eine Vielzahl von Herstellern am Markt dürften beachtlich sein und vor allem Microsoft in die Defensive drängen. Denn derzeit dürfen nur relativ schwach ausgestattete Netbook-Modelle mit Windows XP bestückt werden, die dazu noch den Verkaufspreis des Geräts deutlich erhöhen. Vista ist dagegen überhaupt nicht für Netbooks geeignet, weil das Betriebssystem einfach zu Ressourcen-hungrig ist. Linux und speziell Android (welches ja auf dem Linux-Kernel basiert) sind dagegen für Netbooks ideal, da sie wenig Ansprüche an die Hardware haben und vor allem gratis sind.
Ein weiterer Pluspunkt ist die konsequente Optimierung von Android auf mobile Kommunikation. Damit dürften Netbooks, die per Sim-Karte UMTS-fähig sind, zusammen mit Android zu idealen, mobilen Kommunikations-Centern werden. Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Smartphone und Netbook ist ein weiterer Pluspunkt, der Hersteller und Kunden gleichermaßen begeistern könnte.
Auf der aktuell laufenden Cebit 2009 hat die Financial Times Deutschland sich das erste Android-Smartphone von Vodafone, das HTC Magic, vorstellen lassen. Über das Gerät an sich gibt es zwar keinerlei neue Informationen, allerdings fallen zum Ende des Videos zwei interessante Bemerkungen.
So soll das HTC Magic bereits in der zweiten April-Hälfte erhältlich sein und je nach Vertrag zwischen einem und 300 € kosten. Ob die 300€ allerdings auch ohne Vertrag gültig sind, ist noch unbekannt.
Gegenüber Analysten an der Wall Street hat Microsoft-Chef Steve Ballmer eine überraschende Aussage über eine mögliche Konkurrenz für Windows durch Android geäußert. Er sieht vor allem Laptops auf Android-Basis als große Konkurrenz für den Markt der Desktop-Betriebssysteme, ein Markt auf dem Microsoft immer noch unangefochtener Marktführer ist. Gründe für diese wachsende Konkurrenz sieht er auch im schwindenden Unterschied zwischen Smartphones und PCs.
Interessant ist vor allem, dass Ballmer das Microsoft-Betriebssystem für Smartphones, Windows Mobile nicht direkt durch die Android-Konkurrenz gefährdet sieht.
Das vor einer Weile auf unbestimmte Zeit verschobene Kogan Agora ist weiterhin in der Entwicklung, dies hat Firmenchef Ruslan Kogan nun wiederholt bestätigt. Da man im ursprünglichen Modell (optisch an Blackberrys angelehnt) anscheinend Probleme mit der Größe des Bildschirms hatte (wir berichteten), setzt man nun allein auf einen 3,8 Zoll großen Touchscreen und eine Bildschirm-Tastatur angelehnt an das iPhone. Weitere Informationen gibt es noch nicht, allerdings soll es "bald" weitere Neuigkeiten geben.
Nachdem Huawei auf dem Mobile World Congress sein erstes Android-Smartphone gezeigt hat, gibt es nun eine weitere Bestätigung für einen Veröffentlichungs-Zeitpunkt im dritten Quartal 2009. Wie DigiTimes berichtet, wird man das Gerät dann in Zusammenarbeit mit T-Mobile auf den Markt bringen. Weitere Details oder offizielle Bestätigungen gibt es noch nicht.
Findige Entwickler haben es geschafft, das X-Window-System (X11) auf die Android-Plattform zu portieren. Dazu sind vor allem die Debian-Shelltools notwendig.
Mit Hilfe des X11-Systems kann man nun Desktopoberflächen wie KDE, Gnome und besonders die an leistungsschwächere Hardware angepassten Umgebungen wie LXDE und IceWM auf Android verwenden. Sie ersetzen allerdings nicht den Android-Desktop sondern laufen nur innerhalb eines VNC-Servers. Man kann den VNC-Viewer aber auf einen der virtuellen Desktops von Android legen und somit gleichzeitig beide Desktop-Systeme verwenden.
Der Halbleiter-Produzent Freescale hat angekündigt, bis Sommer 2009 Chipsets auf Basis des ARM-Prozessors für Android-Netbooks zu produzieren. Durch diese spezifische Anpassung soll es möglich sein, die Herstellungskosten eines Android-Netbooks auf 100$ zu senken. Außerdem erwartet Glen Burchers, Marketing Director bei Freescale, dass der Preis für Endkunden etwa bei 200$ liegen könnte.
Zum Kampf gegen Intels Atom-Prozessor, der zur Zeit den Netbook-Markt dominiert, sagte er:
Ich denke in den Industrie-Nationen wird es gute, bessere und die besten [Netbooks] geben. Ich glaube, die guten und besseren werden auf dem ARM-Prozessor basieren und die besten werden weiterhin den Atom-Prozessor nutzen.
Am kommenden Mittwoch findet in Berlin-Mitte der erste Android-Stammtisch von Android-OS.de und der XING-Gruppe Mobile OpenSource statt. Das Treffen steht allen Android-Interessierten offen, vom Entwickler bis zum Nutzer und dient einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch rund um die Android-Plattform sowie aktuellen und kommenden Smartphones.
Treffpunkt ist das Sankt Oberholz in der Rosenthaler Straße 72a in Berlin-Mitte, um 19.00 Uhr geht es los.
LG hat auf dem Mobile World Congress angekündigt, dass man das KS360 diesen Sommer auf Android-Basis neu auflegen wird. Die technischen Spezifikationen inklusive Slider-Tastatur (siehe Link unten) sollen gleich bleiben, durch die Android-Plattform wird das Smartphone damit aber vor allem wegen den neuen Anwendungen interessant. Einen Touchscreen hat das KS360 allerdings nicht.
Außerdem will man noch zwei weitere Geräte bis Ende des Jahres auf den Markt bringen, ein besonderer Fokus sollen dabei Soziale Netzwerke sein.
In einem Interview mit Reuters hat Won-Pyo Hong, Head of Product Strategy bei Samsung, angekündigt, dass man bis Ende des Jahres mehr als drei Smartphones auf Android-Basis anbieten wird. In welchem Land der Verkauf startet, ist noch unklar, bis Ende des Jahres sollen die Smartphones aber in den USA und Europa auf dem Markt sein.